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Falkenmühle Ute Helbling          76891 Falkenmühle   Südwestpfalz Deutschland
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Die historische  Mühle Die historische  Mühle nach oben nach oben
Die Getreidemühle
Die Falkenmühle ist wohl die älteste Mühle im Wieslautertal. Mehrfach erwähnt wid die Mühle im Zinßbuch der Wegelnburg von 1452 (Landesarchiv Speyer B2 Nr. 144/116 Blätter. Gebaut wurde sie vermutlich kurz nach der Wegelnburg. Da der Burgvogt der Wegelnburg im Jahre 1744 die Aufgabe hatte, für seine Herrschaft in Zweibrücken, einen detaillierten Bericht über den Zustand der Falkenmühle zu verfassen, sind wir in der glücklichen Lage aus dieser Zeit sehr detaillierte Angaben über die Mühle zu haben. Aus diesem Bericht ist klar zu entnehmen, dass die Falkenmühle bereits bestanden hat, als das Zweibrücker Herzoghaus das Wegelnburger Land durch Tausch erhielt. Der Burgvogt Lorch schildert Lage, Zustand und Bedeutung der Falkenmühle in seinem Bericht, wie folgt (gekürzte Ausführung): Die Lauter, durch welche die sogenannte Falkenmühle getrieben und woran selbige gebauet ist, entspringt oberhalb Hinterweydenthal dann kombt das Saltzwoog- das Kaltenbacher- und das Hoorbacher Wasser dazu und gießet sich endlich unterhalb Lauterburg in den Rhein, alwo sie ihren Namen verlieret. Die vorgenannte Mühle (Falkenmühle) befindet sich soviel das Wassergebäude betrifft in erforderlichem gutem Stande, die Wohnung aber ist klein und einstöckig und hat zwey Wasserräder, zwey Mahlgäng und einen an den Obergang mit einem Trillis angehängten Scheelgang, welcher letzter aber weilen in hiesigen Ambt wenig Speltz u. Waitzen gebauet wird, selten gebraucht wird. Zu Sommers- oder Winterszeit hat sie keinen Mangel an Wasser jedoch mit der restriction, daß zu Winterszeit bey starkem Frost wegen dem Grundeys die Mühl 3 bis 6 Wochen, nachdem die Kälte lang anhaltet, auch groß Schnee fallet, da durch dessen Abgang die Wasser  sehr lang still stehen muß. Die Räder seyndt unterschlächtig. Die Mühle muß einen Wasserbau von 40 Schuhe unterhalten. Die dermahlige Einrichtung und Verfassung der mehrbem. Mahlmühlen hat sich gleich im Anfang der erhaltenen Conzession also befunden die klein Ohligmühl ist aber anno 1719 daran angebauet und weiter nichts vergrößert worden. gez. Lorch, Burgvogt Im Jahre 1579 ist in den Archiven Jost Staupp als erstgenannter Müller aufgeführt. Nach dem Tode dieses Müllers folgte 1586 die Witwe Staupp, dann Veiox Staupp. Um 1595 erscheint dann in den Archiven der gewesene Burgvogt der Wegelnburg  Adam Jäger. Vier Jahre später, im Jahre 1603, verkaufte er die Mühle, mit Haus und Gütern, als Erblehen an Bernhard Falk von Falkenstein. dieser stammt aus einem Wasgauer Adelsgeschlecht. Die Wegelnburger-Mühle führte von nun an den Namen Falkenmühle. Um 1610 übernimmt  der Waldenburger Müller Adam Staupp und sein Sohn Veiox Staupp als Erbbeständer die Falkenmühle. Für die Mühle, die mit Bernhard Falk von Falkenstein einen sehr würdigen Namensgeber erhalten hatte, war der 30jährige Krieg von 1618 bis 1648, der die Brandfackel auch ins Wegelnburgerländchen trug, sehr tragisch, sie wurde in Schutt und Asche gelegt. Noch während des 30jährigen Krieges im Jahre 1644  berichtet der Vogt der Wegelnburg: Die Bernhard Falkische Mühle zu Bundenthal, so ein Erblehen ist, lieget über Haufen und ist niemand der solche wieder aufbauen will. „ Die Untertanen waren während des Krieges außer Landes gezogen, verdorben und gestorben. Erst nach der Wiederbesiedelung des Landes nach 1700 war der Wiederaufbau der Mühle ein dringendes Bedürfnis geworden. Im Jahre 1708 erging von der  Zweibrücker Obrigkeit an die Gemeinde Rumbach der Befehl, dem Müller Philipp Schäfer aus dem Amt Lichtenberg zur Erbauung der Mühle vier Freijahre zu geben oder die Mühle ohne weiteren Anstand auf ihre eigenen Kosten zu erbauen. 1723 übernimmt  die Mühle Conrad Weinmüller, der aber schon 1724 das Zeitliche segnet. Seine Witwe heiratet Andreas Mahler, der nun als Erbbeständer eingesetzt wird. Schon 1724 übernimmt er die Mühle, siedelt aber 1737 auf die Tschiftlickermühle bei Zweibrücken über und überlässt die Falkenmühle seinem Stiefsohn Christoph Weinmüller mit Erbbestandsbrief vom 24. Januar 1736. Christoph Weinmüller gab die Falkenmühle 1756 auf und verkauft das Erbrecht an Friedrich Weber aus Schönau, dieser übernimmt am 9. März die Falkenmühle und zahlt 2000 fl. Nach seinem Tode 1760 übernahmen seine beiden Söhne die Mühle. 1761 wird Christoph Weber der älteste Sohn, nach dem Tode von Friedrich Weber am 04.11.1761 Erbbeständer der Mühle. 1763 verkauft ein David Helbling seine Waffenschmiede mit allem Zubehör für 120 000  Gulden an das Schönauer Hüttenwerk. Aus diesem Verkauf wird das Geld für den Kauf der Falkenmühle hergekommen sein. Seit dieser Zeit befindet sich die Falkenmühle im Besitz der Familie Helbling. Bestand Der heutige technische Zustand der Mühle ist gut und entspricht baulich und technisch dem Stand von etwa 1927 (mit Ausnahme der Mühlräder, die 1946 durch zwei Turbinen ersetzt wurden). Es handelt sich bei der Technik um eine Rückschüttmühle mit zwei Walzenstühlen (Passagen) im Erdgeschoss. Es konnten somit verschiedene Kornsorten getrennt vermahlen werden.                  Dies ist ein Auszug aus dem Buch “Die historische Falkenmühle”.