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Falkenmühle Ute Helbling          76891 Falkenmühle   Südwestpfalz Deutschland
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Die Ölmühle
Die Idee der Mühle wurde in der Eisenzeit geboren - der Mensch, dessen Hauptbeschäftigung es war, zu jagen oder zu fischen, um sich zu ernähren, hatte bereits die Möglichkeit entdeckt, rohes oder geröstetes Getreide zu Fladen zu verarbeiten, indem er das Getreide zwischen zwei Steinen zerquetschte. Danach entdeckte er die Kreisbewegung, die es Ihm ermöglichte den oberen Stein dank eines Holzstabes zu drehen. Sehr schnell, im Bestreben nach mehr Rentabilität (bereits damals) ersetzte er  die menschliche und tierische Arbeitskraft durch die hydraulische Kraft und platzierte die Mühlen am Flussufer. Neben der Kornmühle ist auf dem Gelände der Falkenmühle auch eine Ölmühle dokumentiert. Sie war vermutlich flussabwärts, direkt hinter der Kornmühle gebaut und hatte zum Antrieb eine eigenes unterschlächtiges Wasserrad. Eine Ölmühle wird nie durch den Wind angetrieben, sondern durch Blut (Menschen, Tiere) oder durch Wasser, eine Ölmühle funktioniert immer senkrecht. Verarbeitet wurden vermutlich Ölfrüchte wie Leinsamen, Bucheckern, Mohn, später auch Raps. Bei der Ölgewinnung fand nicht, wie oftmals angenommen und in Getreidemühlen üblich, ein Mahlvorgang statt, sondern es wurde durch das Gewicht des oberen Steines ein quetschen der Früchte und somit ein öffnen der Fruchtschale bewirkt. Zuerst wurden die Früchte grob geschrotet und dann in einen Holztrichter über dem Läuferstein gefüllt von da aus fielen sie unter den schweren Stein des Kollergangs. Auf einem waagrecht fest angeordneten Bodenstein, bewegte sich im Kreis der Läuferstein und zerquetschte die Früchte. Dieser Vorgang dauerte ca. 20 -30 Minuten.  Das stetig und ruhig ausgepresste Öl lief durch Rinnen im Stein in Sammelgefäße. Als Abfallprodukt entstand eine sich feucht  anfühlende Schrotmasse die als Viehfutter diente. Das kaltgeschlagene Öl wurde zu Speisezwecken verwendet.  Bei Bucheckern war der Ertrag mit ca. 8 - 10 l Öl aus 100 kg sehr gering, deshalb wurde oftmals ein zweiter Pressvorgang durchgeführt. Das so gewonnene dunkel gefärbte Öl wurde für den Betrieb von Öllampen oder zum Fetten und Schmieren verwendet.